Pipeline Gas

Das erste Pipeline Gas wurde bereits 900 nach Christus in China transportiert. Als Rohrleitung diente den Chinesen dabei ein einfaches Stecksystem aus Bambusrohren. Heute zieht sich das moderne Pipeline Gas Netz quer über den gesamten Erdball.

In Europa gibt es ein riesiges Pipeline Gas Netzwerk, das es ermöglicht, dem Endverbraucher das kostbare Gut direkt in seinen Haushalt zu liefern. Zählt man Fernleitungen, regionalen Leitungen und örtliche Leitungen zu den Hausanschlüssen zusammen, so ergibt sich alleine für Deutschland eine Gesamtlänge für Pipeline Gas Rohleitungen von über 360.000 Kilometern. So genannte Verdichter-Stationen, die alle 100 bis 200 km in den Pipelines zu finden sind, sorgen für die richtige Geschwindigkeit des Gases innerhalb des Leitungssystems. Sollte das Tempo einmal zu hoch sein, bzw. der Druck des Gases zu hoch, so bremsen sie das Erdgas ab und schaffen eine konstante „Reisegeschwindigkeit“. Der Druck des Gases muss immer wieder angepasst werden. Alleine die Mündung der Fernleitungen in die Hausanschlüsse zeigt einen enormen Unterschied im Durchmesser.

Der Gasdruck in den 160 cm Durchmesser messenden Fernleitungen muss soweit reduziert werden, dass das Gas ohne Probleme in die nur 5 cm messenden Hausanschlüsse fließen kann. Um das Gas auf den örtlichen Leitungsdruck anzupassen, kommen Reduzieranlagen zum Einsatz. Bei dieser Druckreduzierung entsteht jede Menge Energie, die teilweise bereits zur Stromerzeugung eingesetzt wird.

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