Gasarten

Im Wesentlichen unterscheidet man zwei Gasarten, die zum Betrieb von Gasheizungen verwendet werden.

Bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts war noch eine weitere Gasart hauptsächlich in Großstädten verbreitet, das so genannte Stadtgas. Da es einen hohen Kohlenmonoxidanteil enthielt und somit extrem giftig war, wurde diese Gasart vom Netz genommen und die Produktion eingestellt. Ersetzt wurde das Stadtgas dann durch das bis heute gängige Erdgas. Zum einen wesentlich billiger und hochwertigen, zum anderen ein weniger gefährliches Gas.

Die Gasarten, die heute hauptsächlich Verwendung zum Heizen finden sind also Erdgas und Biogas. Biogas hat keinen so hohen Anteil an Methan wie Erdgas, eignet sich aber dennoch zur Wärmeerzeugung und Kraftgewinnung. Es wird vor allem aus Klärschlamm, Bioabfällen oder eigens für Biogasanlagen angebauten Energiepflanzen (Mais) gewonnen und in speziellen Anlagen produziert. Beim Erdgas gibt es ebenfalls gewisse Qualitätsunterschiede. So ist der Methangehalt und damit der höhere Brennwert abhängig von der Herkunft des Gases. Gas mit einem Methananteil von 80 bis 87 Prozent stammt in der Regel aus Deutschland, wohingegen Gas aus Russland oder Norwegen einen Methananteil von 87 bis 99 Prozent aufweist.

Die Wertigkeit der Gasarten ist daher auch abhängig von ihrer Herkunft, im Einsatz überwiegt jedoch noch das Erdgas, da es in der Herstellung günstiger ist als das Biogas.

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